Fragen und Antworten

Allgemeines / Erste Untersuchung

Zahnarztkosten: wieviel muss man beim Zahhnarzt für… bezahlen?

In der Schweiz wenden Zahnärztinnen und Zahnärzte in der Regel den nationalen Tarif der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft (SSO) an. Dieses System definiert die Kostenrahmen über Codes und Faktoren, lässt aber gewisse Unterschiede zwischen Praxen zu.

Da das System für Patienten oft komplex ist, sollte der Zahnarzt auf Wunsch vorab transparente Informationen zu den Kosten geben. Jede Behandlung ist individuell – ein verbindlicher Kostenvoranschlag ist nur nach einer Untersuchung, Diagnose und Behandlungsplanung möglich.

Lasen Sie zuerst ein wenig beraten: eine erste Kontaktuntersuchung mit Gespräch und Sichtkontrolle kostet 95 CHF und ermöglicht eine grobe Kostenschätzung.

 

Welche Leistungen werden von der Krankenkasse übernommen?

Die Grundversicherung deckt keine routinemässigen zahnärztlichen Leistungen wie Prophylaxe, Füllungen oder Prothesen.

Erstattet werden nur einige wenige Fälle, z. B.:

  • Behandlung oraler Infektionen bei Patienten, die auf eine Organtransplantation warten.
  • Angeborener Zahnverlust (mindestens 5–6 fehlende Zähne): bis 20 Jahre von der Invalidenversicherung, danach von der Krankenkasse.
  • Unfallbedingte zahnärztliche Leistungen über die Unfallversicherung.

Zusatzversicherungen können teilweise Kosten abdecken; wir beraten Sie hierzu gerne.

Was beinhaltet die erste zahnärztliche Untersuchung?

Alle Leistungen, einschliesslich der Erstuntersuchung, werden individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt.
Ein Patient, der zur routinemässigen Kontrolle ohne besondere Beschwerden kommt, benötigt in der Regel eine visuelle klinische Inspektion und eine einfache Röntgenaufnahme (zwei Bitewings), um das Kariesrisiko in den hinteren Bereichen zu bewerten.
Die Kosten für eine solche Erstuntersuchung liegen bei etwa 150 CHF.

Wenn spezifische Bedürfnisse bestehen, können zusätzliche Untersuchungen erforderlich sein (intraorale Röntgenaufnahmen, Panoramaaufnahme, Modelle), die den Preis beeinflussen. Vor der Durchführung fortgeschrittener Untersuchungen wird der Patient immer über Zweck und Kosten informiert.
Für komplexere Behandlungen erfolgt ebenfalls eine umfassende Information und auf Wunsch ein schriftlicher Kostenvoranschlag.

Muss ich bezahlen, wenn ich einen Termin nicht wahrnehme?

 Es kann vorkommen, dass man einen vereinbarten Termin nicht einhalten kann. Eine Absage ist selbstverständlich möglich – wichtig ist jedoch, dass sie rechtzeitig erfolgt, damit die Praxis den Termin neu vergeben kann.

Wird ein Termin ohne Abmeldung oder weniger als 24 Stunden im Voraus abgesagt, kann die Praxis eine Ausfallgebühr verrechnen: 80 CHF pro Viertelstunde für den Zahnarzt und 35 CHF pro Viertelstunde für die Dentalhygienikerin.

Kontrollen und Prävention

Wie oft sollte ein zahnärztlicher Kontrolltermin erfolgen?

Ein allgemeiner Kontrolltermin wird in der Regel alle 12 Monate empfohlen, um die Zahngesundheit zu überwachen.
Röntgenaufnahmen (Bitewings) werden basierend auf klaren klinischen Indikationen und der individuellen Problematik durchgeführt.

Wie oft ist eine professionelle Zahnreinigung empfehlenswert?

Die Häufigkeit richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen:

  • Patienten ohne Probleme und mit guter Mundhygiene: alle 12 Monate.
  • Patienten mit Zahnfleischproblemen, Parodontitis oder hohem Kariesrisiko: individuelle Erinnerungsintervalle, um frühzeitig Probleme zu erkennen und Behandlungen zu begrenzen.
Wie kann ich meine Zahngesundheit zuhause pflegen?
Regelmässiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürsten und ggf. Mundspüllösungen. Wir beraten Sie gerne zu optimalen Produkten und Techniken.
Was tun bei Zahnschmerzen?

Suchen Sie möglichst zeitnah einen Zahnarzt auf. Schmerzmittel können vorab eingenommen werden, wie von uns empfohlen. Wir bieten Notfalltermine, um akute Beschwerden schnell zu behandeln.

Spezielle Behandlungen

Wann sind Röntgenaufnahmen erforderlich?

Röntgenaufnahmen werden aufgrund klarer klinischer Indikationen und in Abhängigkeit vom diagnostischen Bedarf des Einzelfalls durchgeführt. In der Zahnarztpraxis werden in der Regel intraorale Aufnahmen (die kleinen Röntgenbilder, bei denen eine Platte oder ein Sensor in den Mund eingesetzt wird) oder extraorale Aufnahmen verwendet – entweder zweidimensional (Panoramaröntgen) oder dreidimensional (DVT).

Die Wahl der Röntgentechnik hängt davon ab, was der Zahnarzt überprüfen möchte (diagnostische Fragestellung) und sollte die Methode bevorzugen, die in Bezug auf die Strahlendosis für den Patienten am effektivsten ist.
Dieses Prinzip gilt auch heute, da uns die moderne Technologie ermöglicht, komplexe radiologische Untersuchungen mit einer deutlich geringeren Strahlenexposition für den Patienten als früher durchzuführen.

Möchten Sie darüber mehr erfahren? Lesen Sie unseren Blog!

Was tun bei zahnärztlichen Notfällen?
Notfälle haben bei uns Priorität: sofern der Patient sich früh meldet, garantieren wir eine Notfallbehandlung am selben Tag.
Ausserhalb der Öffnungszeiten wenden Sie sich bitte an den zahnärztlichen Notdienst der SSO (Informationen auf unserer Website unter „Notfälle“).
Bei Unfälle kontaktieren Sie umgehend das Studio oder den SSO-Notdienst und befolgen die Hinweise auf dem PDF „Zahnunfall“ auf unserer Website.
Wann ist eine Entfernung der Weisheitszähne notwendig?

Weisheitszähne, die schief wachsen oder nicht genug Platz haben, sind schwer zu reinigen und können Entzündungen, Infektionen, Schmerzen und Schäden an Nachbarzähnen verursachen.
Eine Entfernung wird empfohlen, wenn das Risiko dieser Probleme hoch ist oder pathologische Veränderungen wie Zysten vorliegen.
Die Bewertung sollte zwischen 18 und 20 Jahren erfolgen.

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Wie lange dauert die Heilung nach Zahnextraktionen oder Implantaten?
  • Einfache Eingriffe (z. B. Extraktion eines oberen Zahns): meist kaum Beschwerden.
  • Unterkiefer-Extraktionen: leichteres Unbehagen, bis zu einer Woche möglich.
  • Komplexere Eingriffe: längere Heilung, Beschwerden meist auf die ersten 4–10 Tage begrenzt.
    Individuelle post-operative Anweisungen und Kontrolltermine werden gegeben.

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Was tun bei Zahnarztangst?
Wir haben Erfahrung mit ängstlichen Patienten. Meist kann eine entspannte Umgebung und schmerzarme Behandlung die Angst reduzieren.
Bei besonders komplexen Fällen verweisen wir an spezialisierte Zentren für Sedierung oder Narkose.

Ästhetische und fortgeschrittene Behandlungen

Welche ästhetischen Behandlungen bieten Sie an?
  • Schnelle Behandlungen: Zahnaufhellung (Power-Bleach in Studio oder zu Hause mit Schiene).
  • Mittlere/komplexe Behandlungen: Veneers, Kronen, Zahnfleischkorrekturen, Behandlung des „Gummy Smile“.
    Bei komplexeren Fällen ist eine Fallanalyse und Planungnotwendig, um das gewünschte ästhetische Ergebnis zu erreichen.
    Für ortho‑notwendige Fälle arbeiten wir eng mit einem hochqualifizierten Kieferorthopäden

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Was ist ein Zahnimplantat und welche Alternativen gibt es?

Ein Implantat ist eine Titanwurzel, die einen fehlenden Zahn ersetzt und Krone, Brücke oder herausnehmbare Prothese stützen kann.
Wir verwenden keine Keramik- oder Zirkoniumimplantate, da Titanimplantate derzeit leistungsfähiger sind.
Alternativen bei teilweisem oder vollständigem Zahnverlust: Brücken oder herausnehmbare Prothesen.
Wir beurteilen stets die bestmögliche Lösung individuell anhand der klinischen Situation und Patientenwünsche.

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Kinderzahnarztmedizin

Wann sollte ein Kind zum ersten Mal zum Zahnarzt gehen?

In der Schweiz sind zahnärztliche Kontrollen ab dem ersten Kindergartenjahr in den meisten Kantonen obligatorisch. Die Kosten für diese Untersuchung werden in der Regel von der Gemeinde übernommen.

Eine Kontrolle vor diesem Zeitpunkt ist normalerweise nicht notwendig – ausser die Eltern haben Fragen oder möchten etwas abklären lassen.

Müssen Kinder auch regelmässig eine Zahnreinigung machen lassen?

Nein, bei Kindern reicht in der Regel eine jährliche Kontrolluntersuchung aus. In gewissen Fällen kann jedoch eine professionelle Zahnreinigung sinnvoll sein.

Normalerweise genügt eine gute häusliche Mundhygiene. Manche Kinder benötigen jedoch besondere Pflege – zum Beispiel bei Schmelzentwicklungsstörungen oder starken Verfärbungen. In solchen Fällen kann eine Reinigung und Fluoridierung notwendig sein.