
Parodontitis ist nicht nur eine Erkrankung des Mundes, sondern eng mit der allgemeinen Gesundheit verbunden. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger körperlicher Aktivität schützt nicht nur Herz, Stoffwechsel und Immunsystem, sondern auch das Zahnfleisch.
Sport und Parodontitis
Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig Sport treiben, ein deutlich geringeres Risiko haben, an Parodontitis zu erkranken. Eine groß angelegte Untersuchung mit über 39.000 Personen über 12 Jahre belegt: Wer sich regelmäßig bewegt, hat ein um rund 13 % geringeres Risiko, Parodontitis zu entwickeln. Wer weniger als vier Stunden pro Woche Sport treibt, hat dagegen ein um 36 % höheres Risiko, eine schwere Parodontitis zu erleiden.

Wenn Zahnfleischentzündungen den Sporteffekt bremsen
Eine unbehandelte Parodontitis kann die positiven Wirkungen des Sports abschwächen. Bei Menschen mit Diabetes etwa wird der positive Effekt des Sports auf den Blutzuckerspiegel durch die Zahnfleischentzündung reduziert. Zudem ist Parodontitis mit kürzeren Telomeren verbunden – ein Marker für beschleunigte Zellalterung. Gesunde Zahnfleischverhältnisse unterstützen dagegen die zellulären Vorteile des Sports.
Ganzheitlicher Ansatz
Es reicht nicht aus, nur Sport zu treiben. Der größte Nutzen für Körper und Mund entsteht durch eine Kombination aus:
– regelmäßiger Bewegung
– ausgewogener, entzündungshemmender Ernährung (z. B. mediterrane Kost)
– Verzicht auf Rauchen
– keinem/moderatem Alkoholkonsum
– gutem Schlaf und Stressreduktion
– konsequenter Mundhygiene
Fazit
Sport und gesunde Lebensgewohnheiten wirken wie ein Schutzschild gegen Parodontitis. Wer Zahnfleischentzündungen behandelt und gesunde Routinen in den Alltag integriert, lebt nicht nur länger und gesünder, sondern auch mit mehr Lebensqualität – und mit mehr Zähnen.