Von Nadia Gulizia, DH.
Zähneputzen ist schon ab dem ersten Milchzahn sehr wichtig – dafür braucht man jedoch die richtige Mittel: Zahnpasta und Zahnbürste.
Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von Zahnpasten, die speziell für unterschiedliche Altersgruppen und Bedürfnisse entwickelt wurden. Doch: welche Zahnpasta ist für Ihr Kind geeignet?
5 MERKMALE FÜR EINE GUTE KINDERZAHNPASTA
- Angemessener Fluoridgehalt: abgestimmt auf das Alter des Kindes, um den Zahnschmelz zu stärken und Karies vorzubeugen, ohne das Risiko einer Fluorose zu erhöhen.
- Einen kindgerechten Geschmack haben, aber nicht zu süß: wenn die Zahnpasta gut «schmeckt», wird das Kind ermutigt, regelmäßig seine Zähne zu putzen. Sie sollte jedoch nicht zu lecker sein, da das Kind sie sonst vielleicht lieber „essen“ beziehungsweise schlucken möchte.
- Kleine, leicht zu handhabende Tube: damit Kinder die Zahnpasta leicht selbstständig verwenden können.
- Sich gut und vollständig aus der Tube entleeren lassen: das Design der Tube sollte so gestaltet sein, dass keine oder nur wenige Reste zurückbleiben.
- Ansprechendes Design: farbliche Verpackungen (und Charaktere aus beliebten Kindermedien) können dabei helfen, das Interesse an der Zahnpflege zu steigern. Jedoch darauf achten, keine zu vielen «externen» Charaktere zu verwenden, da dies den Fokus von der Zahnpflege ablenken kann.
Durch diese Merkmale wird die Zahnpasta nicht nur sicher und effektiv, sondern auch attraktiv und benutzerfreundlich für Kinder gestaltet, was die tägliche Zahnpflegeroutine erleichtert und fördert.
KLEINKINDER (0-3 JAHRE)
Für die Allerkleinsten wird eine Zahnpasta mit reduzierten Fluoridgehalt (500ppm) empfohlen. Babys und Kleinkinder neigen dazu, Zahnpasta zu schlucken, und es ist wichtig, nur eine reiskorngroße Menge Zahnpasta anzuwenden.
Milde Geschmacksrichtungen helfen die Kleinen an das regelmäßige Zähneputzen zu gewöhnen.
KINDER IM VORSCHULALTER (3-6 JAHRE)
Ab dem dritten Lebensjahr sollten Kinder eine Zahnpasta mit etwas mehr Fluoridverwenden (empfohlene Fluoridkonzentration 1.000 ppm). Fluorid macht die Zähne widerstandsfähiger gegen Säureangriffe und spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz vor Karies. In diesem Alter sollte eine erbsengroße Menge Zahnpasta verwendet werden.
SCHULKINDER (6-12 JAHRE)
Sobald die ersten bleibenden Zähne durchbrechen (ab 6 Jahren), sollten Kinder auf eine Zahnpasta mit 1.000-1500 ppm Fluoridgehalt umsteigen. Diese erhöhte Fluoridkonzentration trägt maßgeblich zum Schutz des Zahnschmelzes bei und unterstützt die Stärkung der Zähne in dieser entscheidenden Wachstumsphase. Die Menge der Zahnpasta darf der vollen Länge des Zahnbürstenkopfes entsprechen.
GIBT ES NATÜRLICHE ALTERNATIVEN ZU HERKÖMMLICHER KINDERZAHNPASTA?
Ja, es gibt natürliche Zahnpasten, die Inhaltsstoffe wie Xylit, Tonerde, Heilkreide oder Aloe Vera verwenden. Diese können eine sanfte und effektive Reinigung bieten, sind jedoch meist ohne Fluorid, was bei der Kariesprävention zu bedenken ist. Fluorid stärkt den Zahnschmelz und hilft, Karies zu verhindern. Es ist jedoch wichtig, die richtige Fluoridmenge zu verwenden, um die Vorteile zu maximieren und das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren.
VERMEIDUNG SCHÄDLICHER INHALTSSTOFFE IN KINDERZAHNPASTA
Wie bereits oben erwähnt, sollten bei der Auswahl der Zahnpaste für Kinder bestimmte Inhaltsstoffe vermieden werden. Einige Zahnpasten enthalten potenziell schädliche Stoffe wie:
- PEG-Verbindungen: diese können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen.
- Natriumlaurylsulfat (SLS): dieses schäumende Tensid kann die Schleimhäute reizen.
- Carbomer: ein synthetischer Stoff, der die Umwelt belasten kann.
- Mikroplastik: sollte aus Umweltschutzgründen vermieden werden.
- Glucose oder Maltodextrin: diese Süßstoffe können Karies fördern.
- Titandioxid: dieser Farbstoff wird als bedenklich eingestuft und sollte in Kinderzahnpasten nicht enthalten sein.
WIE KANN ICH MEIN KIND DAZU ERMUTIGEN, REGELMÄSSIG ZÄHNE ZU PUTZEN
Wählen Sie eine Zahnpasta mit Geschmacksrichtungen, die Ihr Kind mag, und beteiligen Sie Ihr Kind an der Auswahl. Ebenso kann das Zähneputzen als gemeinsame Aktivität gestaltet werden, um eine positive Routine zu fördern.
Nadia Gulizia und unser Dentalhygiene Team beraten Sie gerne über die beste Mittel für eine optimale Mundhygiene und Kariesprophylaxe Ihres Kindes.